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Umgebung


Bad Salzschlirf – eine Wohlfühloase in Osthessen

Bad Salzschlirf ist seit 1838 Mineral- und Moorheilbad. Hier kann man aus sich selbst heraus neue Kraft schöpfen. Mit seinem Konzept für Gesundheit und Lebensfreude hat das Moor- und Mineralheilbad Bad Salzschlirf der Natur über die Schulter geschaut.

Schon früh war die Entwicklung des Ortes mit salzhaltigen Quellen verbunden. So gewannen bereits im Mittelalter die Fuldaer Äbte das damals so wichtige Salz in den Salinen von Bad Salzschlirf. Der Bonifaziusbrunnen wurde 1746 erbohrt und verhalf Salzschlirf zu seinem Ruf als Heilbad. Als die Gicht noch weit verbreitet und kaum medikamentös behandelbar war, war er der bekannteste Gichtbrunnen Europas.  Gegen Ende des 18. Jahrhunderts ließ der Fuldaer Fürstbischof Heinrich von Bibra die Brunnen tiefer bohren, um den Ertrag der Salzquellen zu steigern. Dies scheiterte, da Grundwasser in die salzhaltigen Quellen trat. 1798 wurden die Salinen geschlossen.

Am 15. Juni 1836 wurde der gesundheitlich angeschlagene Graf Friedrich Wilhelm von Schlitz, genannt von Görtz (1793-1839), von der Oberberg- und Salzwerksdirektion in Kassel mit den Brunnen von Salzschlirf belehnt. Die Bonifaziusquelle, der obere Salzbrunnen, wurde wieder freigelegt. In einem benachbarten Haus wurde eine Badewanne aufgestellt und diese mit Eimern aus der Quelle befüllt. Ein weiterer Ausbau der Quellen unterblieb vorerst. Doch noch vor seinem Tod hatte der Graf die Lehnsrechte auf seinen Arzt und Freund Eduard Martiny (1808-1876) übertragen. Dieser baute 1837 mit Hilfe der ortsansässigen Bauern den Badebetrieb aus. Als Gegenleistung für die Unterstützung beim Ausbau der Quelle gewährte Martiny den Bad Salzschlirfer Bürgern das Recht, dort kostenlos Wasser zu entnehmen. Dieses Recht gilt heute noch. 1838 wurde Salzschlirf zum staatlich anerkannten Heilbad.

Der Ausbau des Badebetriebs überstieg alsbald die finanziellen Mittel des Arztes. So verkaufte er die Brunnen zunächst an den Staat, erwarb sie jedoch 1873 zurück und gründete die Gewerkschaft Bad Salzschlirf, die fortan das Bad betrieb. Nachdem diese in finanzielle Schwierigkeiten kam, wurde das Bad 1884 an Louis Weber, einen rheinischen Fabrikanten, verkauft.

Bei einem Großbrand am 9. September 1898 brannte fast das gesamte alte Ortszentrum ab. Nur wenige Gebäude blieben erhalten.

1900 gründeten Hermann Vollrath und Ludwig Weber  die Aktiengesellschaft Bad Salzschlirf (AGBS) mit Jean Berlit als Badedirektor. Es entstand eine Badekultur wie in anderen renommierten Badeorten. 1911 wurde das Prädikat „Bad“ verliehen. Einige Szenen des Films „Die Feuerzangenbowle“ mit Heinz Rühmann wurden 1944 im Kurpark in der Nähe des Hotels Badehof gedreht. 1973 wurde der letzte Brunnen, der Hermann-Vollrath-Brunnen in einer Tiefe von 642 m erbohrt.

Medizinische Kompetenz auf höchstem Niveau, ausführliche Diagnostik, ein individueller Therapieplan und die persönliche Betreuung machen Bad Salzschlirf heute zu einer Top-Adresse.